Kinder und Jugendliche, ein besonders wichtige Altersgruppe

Gutes Sehen ist kein Zufall – schützen Sie das Augenlicht Ihres Kindes rechtzeitig.
Eine ganz wichtige Altersgruppe die mir besonders am Herzen liegt ist die der Kinder ab dem Baby- und Vorschulalter. Wussten Sie, dass ein- oder beidseitige nicht korrigierte Sehfehler oder ein nicht behandeltes Schielen zu lebenslanger Einschränkung des Sehens führen können, die nach dem 6.-8. Lebensjahr nicht mehr zu beheben ist? Bitte nehmen Sie die augenärztlichen Untersuchungen ab dem 1. und 2. Lebensjahr in Anspruch, es ist wichtig für Ihr Kind. Dies gilt insbesondere dann, wenn jemand in der Familie schlecht sieht oder schielt!
Wie entwickeln sich die Augen Ihres Kindes in den ersten Lebensjahren?
Die Sehfähigkeit entwickelt sich in den ersten Lebensjahren im Gehirn und für diese Entwicklung brauchen die entsprechen Areale in der Sehrinde die Übermittlung eines klaren und scharfen Bildes. Wenn dieses Bild durch einen Sehfehler oder ein Schielen mangelhaft und unscharf an das Gehirn weitergeleitet wird, kann das Kind keine gute Sehfähigkeit entwickeln. Deshalb müssen alle höheren Sehfehler und Störungen in den ersten Lebensjahren korrigiert und ein Schielen muss behandelt werden! Die meisten Kinder im Vorschulalter sind leicht weitsichtig. Das hat häufig keine Bedeutung und bedarf in den meisten Fällen keiner Korrektur. Wenn die Weitsichtigkeit höher ist, kann die Entwicklung der Sehschärfe beeinträchtigt werden und/oder es kann zu einem Schielen kommen. Beides kann ohne Behandlung zu einer für das ganze Leben bleibenden Herabsetzung der Sehfähigkeit bis hinzu einer Schwachsichtigkeit auf einem oder auf beiden Augen führen. Auch eine starke Hornhautverkrümmung und eine hohe Kurzsichtigkeit können unbehandelt eine dauerhafte und bleibende Herabsetzung der Sehfähigkeit verursachen. In solchen Fällen ist das Erkennen und die Behandlung im Schulalter zu spät und führt nicht mehr zum Erfolg. Nur frühe augenärztliche Untersuchungen Ihres Kindes ab dem 1. und 2. Lebensjahr können dies erkennen und verhindern.

Wenn ihr Kind im Schulalter ist:
Wenn die so wichtige und störungsanfällige Zeit der Entwicklung des Sehens vorbei ist, können mit Beginn des Schulalters immer noch Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung das Sehvermögen beeinträchtigen. Das Kind kann unter Umständen dem Unterricht nicht folgen, nicht lange lesen, macht viele Fehler, klagt über Kopfschmerzen oder kann unkonzentriert sein. Das kann natürlich auch viele andere Ursachen wie Teilleistungsschwäche, Migräne, Infekte etc haben. Eine Augenuntersuchung sollte aber auf jeden Fall durchgeführt werden und vielleicht muss eine Brille getragen werden.
Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen
Ist Handyschauen schlecht? Wie kann ich Kurzsichtigkeit bei meinem Kind vorbeugen? Werden die Augen meines Kindes immer noch schlechter? Diese Fragen beschäftigen viele Eltern, wenn bei ihrem Kind eine beginnende Kurzsichtigkeit festgestellt wird. Neuere große, weltweite Studien zeigen, dass vor allem viel Aufenthalt im Freien bei Tageslicht, mindestens 1-2 Stunden täglich, eine Kurzsichtigkeit verhindern oder verlangsamen können! Der hohe Blaulichtanteil im Tageslicht dürfte einen hemmenden Effekt auf das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit haben. Viel Lesen in dunklerer Umgebung mit wenig Licht hat einen ungünstigen Einfluss.
Wenn die Kurzsichtigkeit fortschreitet, ist eine Behandlung mit sehr niedrig konzentrierten Atropin-Augentropfen (1 Tropfen abends in jedes Auge) sinnvoll und Behandlungsstandard. Bei höherer Kurzsichtigkeit gibt es zusätzlich spezielle gestaltete Brillengläser, die eine Zunahme des Sehfehlers bremsen. Wenn in der Familie eine hohe Kurzsichtigkeit vorliegt, ist das Risiko für Ihr Kind natürlich höher, diese auch zu entwickeln. Auf jeden Fall sollten alle Möglichkeit ausgeschöpft werden um diese möglichst gering zu halten.
Nach 20 Jahren operativer Erfahrung mit Sehfehlerkorrekturen durch LASERbehandlung berate ich Sie gerne über alle Korrekturmöglichkeiten, die für Sie in Frage kommen.
